Mit 15 Jahren bekam ich von meinen Eltern eine Solo Mofa
zu Weihnachten geschenkt.
Nicht meine Traummofa aber sie hatte einen Motor.
Ab da habe ich das Mofa nur noch zum schlafen verlassen. Das wurde von mir damals sofort frisiert und fuhr dann um die 50 km/h. Leider musste ich alle 4 Wochen die Überstromkanäle in den Zylinder wieder reinigen damit sie Ihre Endgeschwindigkeit behielt. War aber kein Problem. Das machte ich damals immer bei Victor Kleine auf der Bahnhofstraße in Hüsten. Der beobachtete mich dabei ließ mich dann in seiner Werksatt für ein paar Mark die Woche arbeiten. Jetzt hatte ich kein Problem mehr mit Spritgeld.
Mít 16 Jahren musste ein Moped her und zwar mit großem Nummernschild.
Ich machte keine Ferien sondern ging direkt nach meinem Schulabschluss in meiner Lehrfirma Schroth Autogurte in die Fertigung arbeiten. Ich benötigte das Geld für den Führerschein und für meine Herkules Sprint die schon bei Victor Kleine in der Werkstatt auf mich wartete. Bis zu meinem Ausbildungsanfang (Industrikaufmann) am 1.08.1973 hatte ich genug zusammen und holte mir das Moped ab. Das war der schönste Tag meines Lebens. Ich konnte Tage lang vorher nicht schlafen. Ab jetzt wohnte ich auf meinem Moped. Ich verließ es nur noch zum arbeiten und zum schlafen. Leider wurde mir die Sprint nach 6 Wochen gestohlen.
4 Wochen musste ich warten bis die Provinzial mir den Diebstahl ersetzte
In diese Zeit habe ich mir eine DKW RT besorgt mit Motorschaden. Ich musste das Pleuel, den Zylinder und Kolben erneuern. Das Moped lag zerlegt bei Victor Kleine auf der Werkbank und ich wartete auf die Zahlung der Versicherung damit ich endlich die Reparatur beginnen konnte. Eine unendlich lange mopedfreie Zeit. Mit dieser DKW baute ich einige Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit und Überschätzung meines Fahrkönnens. Ich hatte den Papst in der Tasche und nicht nur einen Schutzengel. Die DKW habe ich dann umgebaut auf die damals neue Herkules. Zumindest optisch. Den 6,25 PS Breitwandzylindermotor von Sachs hatte sie ja schon. Es war eine, vieleicht die geilste Zeit meines Lebens. Ausser Mopedfahren war nichts anderes mehr wichtig. Eine Freundin wurde danach ausgesucht ob sie mit mir auf dem Moped fuhr, wenn nicht wurde eine andere gesucht. Die Ausbildung litt stark in dieser Mopedzeit, auch zum Leidwesen meiner Eltern.
1975 mit 18 musste umgehend ein Motorrad her!
Ich kaufte meinem Nachbarn seine Honda CB250K2 Baujahr 1970 für 1450 DM ab. In der Ausbildung ganz schön viel Geld aber irgendwie habe ich das zusammengekrazt. AR-D 1 war damals das Kennzeichen. Hängt heute noch in meiner Kellerbar. Mit dem Motorrad lernte ich dann Motorradfahren. Bis auf einen Sturtz auf dem Plettenberger Paß ging das jahrelang ohne weiteren ab. Das Motorrad hatte einen super Klang. Wenn ich in Hüsten war hörte man mich schon im Nachbardorf ankommen. Anstatt 250 ccm hatte es 360 ccm mit Rennkolben von der Fa. Schuh. In Werdohl habe ich damit den 2. Platz im Beschleunigungsrennen gewonnen. Das vorherige lachen der Zuschauer verstummte sofort nach Bekanntgabe der Zeit die durchgesagt wurde. Ansonsten war mit den Trommelbremsen vorn und hinten sowie mit dem Fahrwerk nicht viel los. Alles was ging wurde aber mit Funkenflug herausgeholt. Es ging ganz schön viel. 1983 kaufte ich mir dann eine CB400N
Mit der habe ich dann mit meinen Freunden jedes Jahr mindestens eine Deutschlandtour gemacht. Vollgepackt und von Jugendherberge bis Jugendherberge. War ne schöne Zeit.
1988 kaufte ich mir dann eine CBX650
Ein sehr seltenes Motorrad. Aber es hatte Dampf und war zum Touren genau das richtige. Mitlerweile waren meine Töchter Sylvia und Melanie geboren. In dieser Zeit bereitete ich meine Selbstständigkeit vor. 1990 eröffnete ich mit Hans Muschik meinen Betrieb.
Ich überlegte mir ob ich nicht meinen Traum verwirklichen sollte mir eine BMW zuzulegen. Aufgrund der Selbstständigkeit als Suzuki Auto Händler kaufte ich mir doch lieber eine Suzuki. Das war dann eine VX800. Nachdem ich die hatte verkaufte ich ab sofort mehrere VX800 Motorräder sowie auch andere Suzuki Modelle an Kunden. Diese Motorräder besorgte ich mir über einen Motorradhändler aus der Nachbarschaft. So machte ich langsam aus meinem Hobby einen zusätzlichen Absatzzweig. Ab 1993 bewarb ich mich dann bei Suzuki und BMW als Motorradhändler. Die Verträge wurden dann Ende 1994 unterzeichnet. Ab 1995 war ich dann ofizieller Motorradhändler in Arnsberg für das Verkaufsgebiet HSK MK und SO verantwortlich. Bis heute. Ein eigenes Motorrad hatte ich dann nicht mehr sondern fuhr dann mit den jweiligen neuen Modellen der Marken BMW und Suzuki. Ich bereiste nun als Händler mit den Kollegen alle Kontinente und lernte dabei noch viele Rennstrecken kennen, die wir dann mit den jeweils neuesten Modellen erleben durften. Unter anderem waren wir In Arizona USA auf R1200C, Thailand auf GSXR750, Österreich K1200RS, Australien auf GSXR 1000, Malaga F650GS, Mallorca R1150R, Toscana R1200CL, Südfrankreich K1200LT, Südafrika R1200GS, Portugal G Modelle, Nordschleife K1200S, Die letzte Rennstrecke befuhr ich im November2009 mit der S 1000 RR in Barcelona. (Es wahr der Hammer sag ich euch) Leider verunglückten dabei einige Händler schwer.
Hier die letzten Motorradtouren mit meiner Frau
Jede Tour zwischen 6000-8000 km jeweils 14 Tage lang auf K1200GT oder R1200RT
-08/2006 nach Italien bis Rom und durch 6 Länder zurück nach Arnsberg- 08/2007 Pyrenäen bis Arnsberg (beides mal auf K1200GT)08/2009 Norditalien über Seealpen bis nach Arnsberg auf R1200RT.
2010 geht es im August Richtung Bozen und wenn das Wetter passt in Richtung Kroatien. Wenn das Wetter in einer anderen Richtung besser ist gehts natürlich dahin. Hauptsache Berge und viele viele Kurven mit schönen Landschaften. Wir freuen uns drauf.
Marokkoreise Oktober 2010
Zum achten mal bin ich unter den besten 30 BMW Verkäufern gewesen und durfte zur Belohnung mit den anderen Kollegen nach Marokko motorradfahren.
Hier als Anlage einige Fotos
:

Landschaft Atlasgebierge Pause in der Steinwüste


Flussdurchfahrt - ausgetrocknet Gespräch mit Höhlenbewohnerin

Der Esel der Höhlenbewohnerin hatte Spass an den Motorrädern wie man erkennen kann!


Landschaftlich wunderbar mit anspruchsvollem Fahren - eínfach super


Mittagspause auf marokkanisch -Suppe löffeln mit Holzlöffel - mal anders
Zusätzliche Spasstouren mit befreundeten Händlerkollegen BMW Motorrad
immer 6 Tage jeweils 80% im Gelände und 20% Straße geführt von Tourguids aus Hechlingen- (übrigens hatte ich bis 2005 noch nie im Gelände gefahren, bei den ersten 2 Touren waren blaue Flecke inclusive. - nach dem Motto aufstehen weitermachen - heute machts richtig Spaß und tut auch nicht mehr weh)
- 2005/07 - Aras in Spanien auf der HP2 - 2005/10 Aras in Spanien auf HP2 - 2006 Pyrenäen R1200GS - 2007 Seealpen R1200GS - 2008 Sardinien R1200GS - 2009 Korsika R1200GS (leider mit Sturz auf Asphalt. Ergebnis ein gebrochener Zeh und gestauchte Gashand - aber bin 3 Wochen später wieder in Barcelona auf Rennstrecke unterwegs gewesen)einer unserer Tourguides war Manfred Spitz - Chef in Hechlingen- wenn Ihr Lust bekommen habt macht mal bei Manfred in Hechlingen ein Testwochenende - ist anstrengend aber macht richtig gaudi , ich habe es auch erst mit 48 gelernt - bei Interesse ruft mich an ich kann euch da einen Termin besorgen.
Zwischeninfo:
Der neue BMW Wettbewerb 2010 geht mit den besten 20 Kollegen im Oktober nach Nordafrika. Im Moment stehe ich auf Platz 6. Sieht ganz gut aus. Ende August weiß ich genaueres. Ich bin gespannt und freue mich jetzt schon auf das neue Erlebnis mit den Kollegen.
Hier einige Fotos aus ARAS Rual in Spanien. Mopedtour mit BMW Händlerkollegen geführt durch Manfred Spitz (Chef in Hechlingen sowie seinen Tourguids).
Es war einfach nur geil! (Michael Kautz)
Nun Bilder von unserer letzten Tour auf Korsika im Oktober 2009.
( Wieder mit BMW Händlerkollegen und Manrfred Spitz.)